Sektionen

Theorie und Wissenschaft


Sprecher/Sprecherin

Prof. Dr. Stefan Borrmann

Prof. Dr. Christian Spatscheck


Kontakt

Prof. Dr. Stefan Borrmann

Hochschule Landshut - University of Applied Science

Fakultät Soziale Arbeit

Am Lurzenhof 1

84036 Landshut

Tel.: +49/871/506-445

Fax: +49/871/5069-445

Stefan.Borrmann@haw-landshut.de  

 

Prof. Dr. Christian Spatscheck

Hochschule Bremen - City University of Applied Sciences

Fakultät Gesellschaftswissenschaften

Neustadtswall 30

28199 Bremen

Tel.: +49/421/5905-2762

christian.spatscheck@hs-bremen.de

www.christian-spatscheck.de

 

 

 


Inhalt

Bericht vom Frühjahrstreffen 2017 in Berlin

„Wann und wodurch wird etwas zu Wissen? Eine Diskussion der „Global Definition of Social Work“

Die Sektion hat sich im Anschluss an die Jahrestagung der DGSA am 29.4.2017 in Berlin getroffen. Rund 40 Personen – darunter viele Interessierte, die zum ersten Mal an einem Sektionstreffen teilnahmen, haben sich mit dem Thema der Wissensproduktion und der Kriterien für wissenschaftliches Wissen als Grundlage der Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit befasst. Am Beispiel der aktuellen Diskussion um die Global Definition und des dort neben den Theorien Sozialer Arbeit und der Sozialwissenschaften auch als weitere Wissensbasis aufgeführten indigenen Wissens wurde auf theoretischer Ebene die Frage diskutiert, welche Rationalitätslogiken die Wissensbildung und Theorieentwicklung bestimmen.  

Unter der Überschrift „Wann und wodurch wird etwas zu Wissen? Eine Diskussion der „Global Definition of Social Work“ unter dem Aspekt der Wissensbasis und der theoretischen Grundlagen Sozialer Arbeit“ haben vier Personen einen kurzen Input gegeben. Zu Beginn hat Silva Staub-Bernasconi die Genese der Global Definition of Social Work vorgestellt und dabei auf die Vorläuferdefinitionen und den stärker werdenden Einfluss der asiatischen Länder im Meinungsbildungsprozess verwiesen. Im Anschluss wurde der Begriff des indigenen Wissens in seiner Bedeutung betrachtet. Dabei leitete zunächst Beat Schmocker den Begriff etymologisch her und bezog sich auf eine Übersetzung des Begriffs im Sinne des Erfahrungswissens im beruflichen Kontext. Ute Straub führt in ihrem Statement aus, dass der Begriff in der Definition so nicht gemeint sei, sondern sich auf eine spezifische Art des Wissens im Kontext des Wissensverständnisses von indigenen Völkern bezieht. Dieter Röh führte schließlich in seinem abschließenden Statement aus, dass auch indigenes Wissen, der Überprüfung durch Rationalitätslogiken von Wissenschaften stand halten muss, wenn es in einer Reihung mit den anderen in der Global Definition aufgeführten Wissensquellen/-arten steht.

Im Anschluss an die vier Präsentationen/Statements entspannte sich eine lebhafte Diskussion, die die gesamte Bandbreite der möglichen Meinungen abdeckte.  

Das Sektionstreffen wurde durch einen formalen Teil abgeschlossen, in dem das Arbeitsprogramm für die nächsten drei Sektionstreffen bis zum Herbst 2018 verabschiedet wurde. Zudem wurde eine Geschäftsordnung der Sektion verabschiedet; diese findet sich nun auf der Webseite der DGSA.       

Beim Treffen der Sektion am 21/22.10.2016 stand die Wahl der beiden Sektionssprecher an. Gewählt wurden Prof. Dr. Stefan Borrmann und Prof. Dr. Christian Spatscheck. Der bisherigen Sprecherin Prof. Dr. Sabine Pankofer wurde bei dem Treffen für ihre Arbeit gedankt.  

Am ersten Tag des Sektionstreffens wurde die inhaltliche Ausrichtung und Arbeitsplanung der Sektion diskutiert. Es wurde sich dafür entschieden, auch weiterhin zu einer zweitägigen fachöffentlichen Sektionstagung im Herbst einzuladen und jeweils im Anschluss der Jahrestagungen ein kurzes Treffen der Sektion abzuhalten, so dass auch neue Personen unaufwendig die Arbeit der Sektion kennenlernen können.

Am zweiten Tag des Herbsttreffens 2016 wurden zwei Vorträge gehalten und ausführlich diskutiert. Prof. Dr. Michael Klassen stelle die Auseinandersetzung mit Gesetzmäßigkeiten als Grundlage der Theoriebildung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Prof. Dr. Dieter Röh und sein Kollege Prof. Dr. Michael Leupold hielten gemeinsam einen Vortrag über die sollens- und strebensethischen Reflexionen zum Gegenstand der Sozialen Arbeit.  

Einige der Vorträge können hier (Prof. Röh) und hier (Prof. Leupold) heruntergeladen werden.

 

 

 

 

Der Arbeitskreis – seit 2002 Sektion – wurde 1995 unter dem Titel „Theorie- und Wissenschaftsentwicklung“ in Frankfurt/Main mit Mitgliedern aus Deutschland, der Schweiz und Österreich gegründet. Bis Herbst 2012 wurde er von Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi geleitet.

Ab dem Jahr 2013 konzentriert sich die Arbeit der Sektion auf zwei Schwerpunkte.  

1. Frühjahr: Sektionstreffen im Anschluss an die jeweilige Jahrestagung der DGSA


Um eine kontinuierliche Arbeit der Sektion sicherzustellen und die Möglichkeit zum unverbindlichen "Reinschnuppern" unaufwenidg zu geben, findet immer im Anschluss an die Jahrestagungen der DGSA – an jedem letzten Aprilwochenende –  ein kurzes Sektionstreffen statt. Inhaltlich wird im Vorfeld ein Thema der Wissenschafts- und Theorieentwicklung vorbereitet und es werden bei Bedarf externe Gäste zum Vortragen eingeladen. Grundlage sind aktuelle und kontrovers diskutierte Veröffentlichungen von KollegInnen. ?

2. Herbst: Fachöffentliche Tagungen


Eine fachöffentliche Tagung findet im Oktober eines Jahres statt und bietet eine offene Plattform für den Austausch über Theorien im Bereich der Sozialen Arbeit. Es handelt sich um kein geschlossenes Sektionstreffen, sondern um einen wissenschaftlich öffentlichen Ort, an dem aktuelle theoretische Entwicklungen im Bereich der Sozialen Arbeit präsentiert und zur konstruktiven Diskussion gestellt werden. Entsprechend wird den akzeptierten Beiträgen ausreichend Zeit zur Präsentation (mind. 30 Minuten) und Diskussion (1 Stunde) gegeben. Der Gelegenheit zum informellen Gespräch und zum persönlichen Kennenlernen wird im Tagungsverlauf ein großer Stellenwert eingeräumt. Die Mitgliedschaft in der DGSA ist keine Voraussetzung, an der Tagung teilzunehmen oder einen Beitrag einzureichen.    

Für die Herbsttagungen 2017/2018/2019 wurde ein längerfristiges Arbeitsprogramm festgelegt. Beginnend in 2017 wollen wir zunächst unterschiedliche wissenschaftstheoretische Paradigmen von externen Gästen vorstellen lassen und gemeinsam vergleichend diskutieren. In den darauffolgenden Jahren sollen diese Erkenntnisse in eine Systematisierung von Theorien der Sozialen Arbeit münden und schließlich deren handlungswissenschaftliche Implikationen für den Theorie-Praxis-Transfer in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Herbsttagungen werden aber weiterhin so konzipiert sein, dass auch neue Personen jederzeit zu den Treffen kommen können.

Die nächsten beiden Herbsttagungen finden am 6/7.10.2017 sowie am 19./20.10.2018 jeweils in Frankfurt/M. statt. Wir freuen uns über neue Mitglieder der Sektion. Auch ein „Reinschnuppern“ ist möglich.

Um in den Verteiler aufgenommen zu werden, senden Sie bitte eine Mail an die Sektionssprecher.

 

 

 

Für die Regelung der internen Geschäftsvorgänge der Sektion existiert eine Geschäftsordnung