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Buch-Vorstellung und Diskussion
Josef Freise: Gewaltfreie Soziale Arbeit für Frieden und Demokratie, Beltz Juventa, Weinheim, 2026
Das vorliegende Buch setzt nachdenklich und aufwühlend die Debatte um Frieden als Inhalt der Sozialen Arbeit fort. Es wird deutlich, dass dieser Frieden sowohl ein politischer Bildungsinhalt als auch ein Denken und eine Praxis ist, die es in den Beziehungen der Menschen stets zu beleben, zu bekräftigen und zu erneuern gilt. Darin ist er als ein positiver zu begreifen, der mit sozialer Gerechtigkeit und Solidarität verbunden ist und auf eine erforderliche Transformation des globalen Kapitalismus hinweist.
Frieden ist eine unaufhörliche Herausforderung, die es politisch und pädagogisch zu bewältigen gilt. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass er ein Normalzustand im Sinne eines Naturzustands ist. Er ist menschliche Konstruktion, ein schöner und möglicher Traum, der wahr werden kann und bleiben sollte, wenn wir stets daran arbeiten. Darin kann und muss Soziale Arbeit ein Akteur sein. Das gilt es zu thematisieren.
Termin: 13.10.2026, 17 bis 20 Uhr (online)
Weitere Details demnächst hier.
Soziale Arbeit in Deutschland ist zunehmend verwoben in eskalierende wirtschaftliche, soziale und ökologische Krisen innerhalb und zwischen Ländern rund um den Globus. Verursacht sind diese durch vielfältige, sich wechselseitig verstärkende Entwicklungen wie u.a. Armut, Klimanotstand und Umweltzerstörung, Populismus und Rassismus, unzureichender Gesundheitsschutz, prekärer internationaler Menschenrechtsschutz, Fluchtmigration infolge von Kriegen und Konflikten. Wachsende Ungleichheiten fordern daher die fachliche und politische Positionierung der Sozialen Arbeit in Theorie und Praxis auf allen Ebenen - lokal, national, inter- und transnational sowie global - heraus, um Menschenrechte und eine sozialökologisch gerechte Transformation durchzusetzen.
Im internen Austausch und bei der Umsetzung von Aktivitäten möchte die Fachgruppe das breite Spektrum Internationaler Sozialer Arbeit sichtbar machen. Wir diskutieren themen-/arbeitsfeldübergreifend z.B. (De)Kolonialität, Friedensbildung, Globalisierung, entwicklungspolitische Themen, Menschenrechte, Postmigration, Transnationalität, Migration, Armut, Benachteiligung, Klimawandel und Kriege. Der internationale Austausch und die Kollaboration innerhalb der Profession und Disziplin Sozialer Arbeit sind uns dabei wichtig. Thematische Schnittstellen mit anderen Fachgruppen möchten wir zur Zusammenarbeit nutzen.
In Forschung, Lehre und Praxis der Sozialen Arbeit verfolgt die Fachgruppe „Internationale Soziale Arbeit“ eine Überwindung des nationalen Container-Denkens durch transnationale Perspektiven und Internationalisierung in allen Handlungsfeldern der Profession. Hierbei sind der internationale Austausch, die internationalen Verbände der Sozialen Arbeit ebenso wie soziale Bewegungen und zivilgesellschaftliche Organisationen wichtige Bündnispartner. Fachliche Ausbildung, Expertise und Organisation im Kontext Internationaler Sozialer Arbeit sind Bausteine einer Einmischung in weltweite gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Diskurse als Anwälte und Anwältinnen derjenigen, die selbst, aufgrund struktureller Marginalisierung, ihre Stimme nicht erheben können. Es geht aber auch darum, in eigener Sache die Formulierung professioneller Standards zu gestalten, ohne dabei die unterschiedlichen Bedingungen und (postkolonialen) Entwicklungen im globalen Norden bzw. Süden zu vernachlässigen.
Über die Schwerpunkte der Mitglieder der Gruppe sind unter dem Überbegriff „Internationale Soziale Arbeit“ auch transnationale und europäische sowie vergleichende Soziale Arbeit integriert.
Im Jahr 2024 feierte die Fachgruppe ISA ihr 10-jähriges Bestehen. Für die Mitglieder stellt die Fachgruppe einen Ort dar, in dem sich alle Interessierten vertrauensvoll fachlich-kollegial austauschen und die Themen Internationaler Sozialer Arbeit zusammen weiterentwickeln. Dabei ist uns wichtig, Machtverhältnisse - u.a. in der Wissenschaft und in der Fachgruppe - kritisch zu diskutieren und einen gleichberechtigten, wohlwollenden Umgang miteinander zu pflegen.
Die Fachgruppentreffen finden in der Regel viermal jährlich statt.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die Gruppe mitzugestalten, Ideen einzubringen und gemeinsam Projekte umzusetzen. Neue Mitglieder aus Praxis und Wissenschaft heißen wir herzlich willkommen! Außerdem möchte die Fachgruppe Promovierende aktiver einbinden. Bei Interesse freuen sich die Sprecher:innen über eine Nachricht.
Prof. Dr. Malgorzata Dorota Michling hat im Rahmen ihres Seminars „Interkulturelle Kommunikation“ an der Dualen Hochschule Sachsen für die Studierenden folgende internationalen Online-Gastvorträge organisiert:
24.08.2026, 12:30–13:30 Uhr: Prof. Dr. habil. Daniela Pelka, Universität Oppeln
25.08.2026, 08:30–09:30 Uhr: Jo Bentley-Davey, James Cook University (Townsville, Australien)
31.08.2026, 10:00–11:00 Uhr: Dr. Liesma Ose, Universität Riga
Josef Freise: Gewaltfreie Soziale Arbeit für Frieden und Demokratie, Beltz Juventa, Weinheim, 2026
Das vorliegende Buch setzt nachdenklich und aufwühlend die Debatte um Frieden als Inhalt der Sozialen Arbeit fort. Es wird deutlich, dass dieser Frieden sowohl ein politischer Bildungsinhalt als auch ein Denken und eine Praxis ist, die es in den Beziehungen der Menschen stets zu beleben, zu bekräftigen und zu erneuern gilt. Darin ist er als ein positiver zu begreifen, der mit sozialer Gerechtigkeit und Solidarität verbunden ist und auf eine erforderliche Transformation des globalen Kapitalismus hinweist.
Frieden ist eine unaufhörliche Herausforderung, die es politisch und pädagogisch zu bewältigen gilt. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass er ein Normalzustand im Sinne eines Naturzustands ist. Er ist menschliche Konstruktion, ein schöner und möglicher Traum, der wahr werden kann und bleiben sollte, wenn wir stets daran arbeiten. Darin kann und muss Soziale Arbeit ein Akteur sein. Das gilt es zu thematisieren.
Details demnächst hier.
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Am 21. April 2026 startete die Online-Ringvorlesung der Fachgruppe im Sommersemester 2026: “Inventing the Future – Soziale Arbeit im Umbruch”
Beginn: 21.04.26 – 30.06.26
Dienstags, 18.00 – 19.30 Uhr (Ausnahme 19.05.: 09:00 - 10:30 Uhr)
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Wirtschaftliche, soziale und ökologische Krisen auf der ganzen Welt verändern die Bedeutung und die Aufgabenbereiche der Sozialen Arbeit. Armut, Klimakatastrophen, Umweltzerstörung, Populismus und Rassismus, unzureichende Gesundheitsversorgung, prekäre internationale Menschenrechtslage und Zwangsmigration aufgrund von Kriegen und Konflikten führen zu tiefgreifenden sozialen Veränderungen.
Diese Online-Ringvorlesung, die von mehreren Hochschulen und der Fachgruppe Internationale Soziale Arbeit der DGSA organisiert wird, präsentiert aktuelle Projekte, Beiträge und Debatten aus verschiedenen Regionen weltweit. Sie bietet Einblicke in die vielfältigen Ansätze und kritischen Diskurse, die die Sozialarbeit heute prägen.
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Economic, social, and ecological crises around the world are reshaping the scope and responsibilities of social work. Poverty, climate emergencies, environmental degradation, populism and racism, inadequate healthcare, precarious international human rights, and forced migration due to wars and conflicts are driving profound social change.
This English-language online lecture series, organized by several universities and the International Social Work Section of the DGSA, presents current projects, contributions, and debates from different regions worldwide. It offers insights into the diverse approaches and critical discourses shaping social work today.
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Programm:
| Termin | Gäste und Themen | Host |
| 21.04. | Disability and Politics in Turkey Cavidan Soykan & Muzaffer Kaya, Turkey | Pinar Senoguz |
| 28.04. | Refugee-Led Organisations and their voice in Global Migration Governance Julius Ntobuah, Sweden | Matthias Otten, Lea Volmari |
| 05.05. | “Inventare il futuro“ Danilo Dolci (1924-1997) Reloaded Daniela Dolci, Alberto Biondo, Fabian Bologna & Andrea Schmelz | Andrea Schmelz |
| 12.05. | Sozialarbeit in bewaffneten Konflikten: Frauenarbeit und Friedensbildung in Kolumbien Maria Mauersberger, Colombia | Ronald Lutz |
19.05. 09:00- 10:30
| Decolonising Legal Systems for First Nations People: Social Workers’ Role and Interprofessional Collaboration in Practice Fiona Allison & Jackie MacDonald, Australia | Małgorzata Dorota Michling |
| 26.05. | Social Development Ndangwa Noyoo, South Africa | Ronald Lutz |
| 02.06. | Social Work in Action: Participation, Representation, and Collaboration from Global Standards to Latvian Practice Liesma Ose, Latvia | Małgorzata Dorota Michling |
| 09.06. | Addressing homelessness in the context of political populism in England: a call to action for Social Work Karl Mason, England | Małgorzata Dorota Michling |
| 16.06. | The Role of Social Workers in Promoting Social Inclusion in Poland Przemysław E. Kaniok, Poland | Małgorzata Dorota Michling |
| 23.06. | Adultismus kritisieren heißt Kindheiten dekolonisieren Manfred Liebel, Germany | Ronald Lutz |
| 30.06. | Sozialarbeit der Hoffnung Ronald Lutz, Germany |
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“Autoritarismus und Widerstand – das Neue denken und leben” (Leitung: Mechthild Exo (Hochschule Emden/Leer)
Darüber hinaus trugen Mitglieder der Fachgruppe Panels und Einzelvorträge zur Tagung bei.
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Weitere Aktivitäten sind angedacht und befinden sich in der Diskussion. Beteiligung an diesem Prozess, zusätzliche Ideen oder die Bereitschaft, konkrete Aktivitäten umzusetzen sind herzlich Willkommen!
Die Fachgruppe trifft sich in der Regel 4mal jährlich (meist digital), das nächste Fachgruppentreffen findet am 25.02.2026 digital statt, danach wieder in Präsenz auf der DGSA-Jahrestagung, am 24.04.2006, von 9:00 bis 10:30 Uhr. Die Fachgruppe freut sich über Interessierte und neue Mitglieder aus Praxis und Wissenschaft.
Im Sommersemester 2025 richtete die FG eine digitale Ringvorlesung mit dem Titel: "International Social Work: Self-conception and reactions to global crises and regulations" aus. Vom 7.4. bis 7.7.2025, jeweils montags von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr, gingen wechselnde Vortragende der „großen Frage“ nach: Was verstehen wir aktuell unter Internationaler Sozialer Arbeit – insbesondere in Hinblick auf globale Krisen und „shrinking spaces“ für Interventionen, z.B. durch politische Beschränkungen? Unter den Vortragenden waren u.a.: Sanela Bašić, Petra Dankova, Chaitali Das, Priska Fleischlin (IFSW), Çinur Ghaderi, Isabelle Ihring, Dirk Oesselmann, Uzoma Odera Okoye, Andrea Schmelz, Kristin Sonnenberg, Helmut Spitzer.
Aktuell geht Internationale Soziale Arbeit von jenen herausfordernden Themen einer „globalen Vielfachkrise“ aus, an denen sie weder theoretisch noch praktisch vorbei kann, weder national noch international. Die Knotenpunkte dieser „globalen Vielfachkrise“ sind u.a. globale Ungleichheit, neoimperiale Politiken, Konflikte, Kriege, Klimawandel, Migration, Fundamentalismus; Rassismus, Antisemitismus, Antiislamismus und Populismus.
In einer reflexiven und kritischen Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen, die zugleich analysiert und Lösungen sucht, kann Internationale Soziale Arbeit sich der eigenen Positionen neu vergewissern bzw. über neue Fragen zu „neuen Ufern“ gelangen und somit auch das eigene utopische Potential erhöhen. In einer Zeit der großen Herausforderungen und Umbrüche, die durch die globalen Vielfachkrise ausgelöst werden bzw. diese zudem beschleunigen, scheint dies geboten.
Ein besonderer Blick muss dabei auf die Reaktionen der Sozialarbeit in unterschiedlichen Ländern auf Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Aktivitäten durch konservative, populistische und autoritäre Politik geworfen werden; vielfach diskutiert als “shrinking spaces”. Gerade diese erkennbaren politischen Einschränkungen der Spielräume verengen auch die möglichen Antworten auf die angedeuteten Krisen und Herausforderungen. Die Diskurse (und Vorträge) der Ringvorlesung sollten deshalb auch im Kontext von Sozialer Arbeit und internationaler Politik Erörterung finden. Dabei sind auch die seitherigen Positionierungen zu neoimperialen Entwicklungen bzw. zur Kritik an postkolonialen Positionen zu hinterfragen. Letztlich sollte diese Auseinandersetzung vor dem Hintergrund der alten und immer wieder zu erneuernden Dialoge zwischen Indigener Wissenschaft (Epistemologien des Südens) und westlicher Wissenschaft (Hegemonie) stattfinden.
Alle Vorlesungen fanden virtuell statt.
7.4., 18 Uhr
Prof. Dr. Andrea Schmelz; Hochschule Coburg
Internationale Soziale Arbeit in Zeiten von Katastrophen
14.4., 18 Uhr
Rory Truell, Secretary General of IFSW
Sibylle Mani, Human Rights Coordinator for Afghanistan, World Organisation Against Torture (OMCT) and Representative of IFSW to the UN, Geneva
Massoud Ayoubi, Director of the Afghanistan Social Workers Professional Organization, Representative of IFSW to the UN, Bangkok
Priska Fleischlin, IFSW Global UN Commissioner
Social Workers and the People‘s Charter Contribution to International Challenges
28.4., 18 Uhr
Prof. Dr. Chaitali Das; Frankfurt University of Applied Sciences
Bearing witness: the old is dying and the new cannot be born
5.5., 18 Uhr
Prof. Dr. Dirk Oesselmann, Evangelische Hochschule Freiburg
Spiritualität und Soziale Veränderung - ein Fallbeispiel aus Brasilien
12.5., 18 Uhr
Prof. Dr. Swetha Rao Dhananka, University of Applied Sciences and Arts Western
Switzerland, School of Social Work Fribourg
Bhargavi Rao, independent researcher / educator & trustee of ESG, India
Post-colonial conceptions of civil society and “shrinking spaces” in India: Impacts on social work
19.5., 18 Uhr
Dr. Esther Kronsbein, Hochschule RheinMain
“Shrinking Spaces” für Frauenbewegungen: Erfahrungen aus einem deutsch-ruandischen Austausch
26.5., 18 Uhr
Prof. Dr. Isabelle Ihring, Evangelische Hochschule Freiburg
Postkoloniale Theorien in globalen Ungleichheitsverhältnissen
2.6., 18 Uhr
Prof Dr. Çinur Ghaderi, Evangelische Hochschule Bochum
Prof. Dr. Kristin Sonnenberg, Evangelische Hochschule Bochum
Globale Soziale Arbeit in der Vielfachkrise zwischen Ohnmacht, Widerstand und Utopie
16.6., 18 Uhr
Prof. Dr. Karsten Kiewitt
Indigene Sozialarbeit als befreiende Praxis
23.6., 18 Uhr
Prof. Dr. Sanela Bašić, University of Sarajevo
Towards Gender Equality: Labor, Social Values and Welfare in SEE – The Case of
Bosnia-Herzegovina
30.6., 18 Uhr
Prof. Dr. Uzoma Odera Okoye, University of Nigeria Nsukka
Prof. Petra Daňková, Technical University of Applied Sciences Würzburg - Schweinfurt
Navigating Migration: A Conversation on Social Work Discourses and Practices Across Borders
7.7., 18 Uhr
Prof. Dr. Christian Spatschek, Co-Vorsitzender DGSA
Lea Trescher, Studierende
Dr. Esther Kronsbein, FG ISA
Abschlussdiskussion
Wem nützt Internationale Soziale Arbeit?
Am 25.04.2025 wurde das Webinar „The Protest Culture In South Africa: What Role for the Social Sciences?“ abgehalten. Einige Autor*innen des gleichnamigen, kürzlich in der Reihe „Sozialarbeit des Südens“ erschienenen Bandes präsentierten ihre Perspektiven auf die Fragen: Warum ist politischer Protest in Südafrika, Jahrzehnte nach dem Ende des Apartheidregimes, wieder derart zerstörerisch, wie es kürzlich beobachtet werden konnte? Wie können Soziale Arbeit und andere Sozialwissenschaften einen Beitrag zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft leisten?
Für das Sommersemester 2025 wurde die Planung einer Ringvorlesung zur Frage „Was ist Internationale Soziale Arbeit?“ initiiert.
Am 15.11.2024 fand auf Einladung der FG der Onlinevortrag „Eine Perspektive der Jineolojî: Wie können NGOs – im Gegensatz zur NGOisierung – zum Wohle der Gesellschaft handeln?“ von zwei Dozentinnen der Rojava Universität, Demokratischen Selbstverwaltungsregion Nord- und Ostsyrien (DAANES), statt. Ca. 55 Personen nahmen teil, auch ein Seminar der EvH RWL Bochum. Die Probleme, die humanitäre NGOs in der Region produzieren, wie auch die positive, gesellschaftlich verbundene Rolle der neuen Universitäten (seit 2016) und des Fachbereichs Jineolojî wurden verdeutlicht. Angesichts von Krieg und diplomatischer Isolierung sind akademische Kooperationen und Austausch von großer Bedeutung.
Am 16.11.2024 hielt unser Mitglied Prof. Dr. Karsten Kiewitt einen eingeladenen Vortrag zum Thema „Kulturelle Selbstbestimmung. Indigene darstellende Künste im 21. Jahrhundert“ im Rahmen des Festivals „Tage des Indigenen Films“ in Rostock. Im Rahmen des Festivals wurden Filme Indigener Filmschaffender gezeigt, die Lebensrealitäten in Indigenen Gemeinschaften und die Auswirkungen des Kolonialismus abbilden, ein Thema, das auch die Soziale Arbeit berührt.
Im September erschien das Buch "Krieg, Konflikt und Soziale Arbeit. Herausforderungen, Visionen und Praxen zur Friedensgestaltung" von Caroline Schmitt, Karsten Kiewitt, Tanja Kleibl und Ronald Lutz (Beltz Juventa). Der Band möchte die Erfahrungen in den Bereichen Umgang mit Krieg und Kriegsfolgen, Peacebuilding und Transformation bündeln und eine friedensorientierte Soziale Arbeit im Dialog vielfältiger Perspektiven weiterdenken.
Im Rahmen der DGSA-Konferenz im April 2024 in Jena hat die Fachgruppe ein Panel zum Thema „Imagining Otherwise – (Un-)Möglichkeiten Sozialer Arbeit in globalen Kontexten“ mit Sandra Holtgreve, Nina Westerholt und Karsten Kiewitt ausgerichtet.
Gemeinsame Jahrestagung 2023:
Am 29. und 30. September 2023 fand an der Frankfurt University of Applied Sciences die gemeinsame Tagung „Krise, Katastrophe, Kollaps: Die Rolle der Sozialen Arbeit - Intersektionale und dekoloniale Perspektiven“ der Fachgruppen „Flucht, Migration, Rassismus- und Antisemitismuskritik (Migraas)“, „Internationale Soziale Arbeit“, „Klimagerechtigkeit und sozialökologische Transformation in der Sozialen Arbeit“ der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) und des Arbeitskreises „Flucht, Agency und Vulnerabilität“ im Netzwerk Fluchtforschung statt. Die Begriffe Krise, Katastrophe und Kollaps bringen die erheblichen Herausforderungen unserer Zeit in Folge von Naturkatastrophen, politischen Konflikten, Kriegen, Armut, damit einhergehenden Fluchtbewegungen und zunehmenden globalen Ungleichheiten sowie wirtschaftlichem Abschwung zum Ausdruck. Krisen, Katastrophen und Kollapse haben schwerwiegende Auswirkungen auf Menschen, Communities und die Weltgesellschaft, einschließlich sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Zerstörung, psychologischer Traumata, psychosozialer Belastungen und körperlichen Leids. Im Kontext von Krisen, Katastrophen und Kollapsen spielen Sozialarbeiter*innen eine entscheidende Rolle in der Prävention, im Wiederaufbau und der nachhaltigen und gerechten Gestaltung ökosozialer Gemeinwesen.
World Social Work Day 2023:
Am Welttag der Sozialen Arbeit hat die FG ISA im Rahmen der Veranstaltungsreihe des DBSH einen Workshop zu Global Crisis as a Challenge für International Social Work angeboten. Im Fokus standen Perspektiven der Klimakrise und ihre Implikationen für die internationale Soziale Arbeit. Nach Kurzreferaten von Ilham Rawoot (Mosambique), Kefilwe Dithlake (Südafrika) und Andrea Schmelz (Deutschland) diskutierten mehr als 50 Teilnehmer*innen zu aktuellen Positionierungen und Praxisansätzen der internationalen Sozialen Arbeit aus verschiedenen Länderperspektiven. Die Veranstaltung moderierte Claudia Lohrenscheit. Weitere Infos: https://www.dbsh.de/itsa/programm-world-social-work-day-2023/donnerstag-16032023.html
Tagung in Mosambik: Participatory Action Research and Emancipatory Development Approaches in Conflict Affected Areas: Nothing about us without us:
Under the slogan “Working towards a conflict resilient, socially cohesive and just economic transformation in order to construct long-lasting peace processes“, the Denis Hurley Peace Institute of South Africa (DHPI) in collaboration with the Technical University of Würzburg-Schweinfurt (THWS), International Child Development Programme Mozambique (ICDP), Catholic University of Mozambique (UCM) and the Expert Group “International Social Work” of the German Association of Social Work (DGSA-ISA) are organizing a Participatory Action Research (PAR) learning event (summer/winter school). The event aims to decolonise mainstream knowledge production in development and peace-building work through turning research into an active partnership with local society, to address the pressing social needs of people living in conflict affected areas, in particular forced migrants, who suffer from a range of exclusionary processes, not least those based on ethnicity, gender, religion and class differences. The learning event will be held from 30th July until 5th of August 2023, in Northern Mozambique in a bilingual format (Portuguese & English – translation possibly self-organized). It will bring engaged researchers, NGOs workers, faith-based organizations, social activists and grass roots groups together.
Neue Arbeitsgruppe zur Internationalen Soziale Arbeit in historischer Perspektive:
Im April 2023 hat sich eine Arbeitsgruppe zur Geschichte der internationalen Sozialen Arbeit gegründet, die pluriverse Zugänge und neue Perspektiven von ´global histories of social work“ diskutiert.
Noyoo, N.; Ncube, M. E. (Hrsg.): The Protest Culture in South Africa: What Role for the Social Sciences? Sozialarbeit des Südens Band 11 (Hrsg. R. Lutz). Oldenburg: Paulo Freire Verlag 2025.
Schmitt, C./ Kiewitt, K./ Kleibl, T./ Lutz, R. (Hrsg.): Krieg, Konflikt und Soziale Arbeit: Herausforderungen, Visionen und Praxen zur Friedensgestaltung. Weinheim: Beltz Juventa 2024
Lohrenscheit, C./Schmelz, A./Schmitt, C./Straub, U. (Hrsg.): Internationale Soziale Arbeit und soziale Bewegungen. Baden-Baden: Nomos 2023
Cajete, G.; Ditlhake, K.; Kiewitt, K.; Kleibl, T.; Lutz, R.; Schirilla, N. (2023): Indigenous Knowledge – Indigenous Science. Impacts on Social Work. In: Köttig, M.; Kubisch, S.; Spatscheck, C. (Hrsg.): Geteiltes Wissen – Wissensentwicklung in Disziplin und Profession Sozialer Arbeit. Opladen: Budrich; S. 91-102
Nina Westerholt, Hochschule Niederrhein
Esther Kronsbein, Hochschule RheinMain
Bei Interesse an der Fachgruppe freuen wir uns sehr über eine Nachricht!
Kontakt:
Nina.Westerholt(at)hs-niederrhein.de
Esther.Kronsbein(at)hs-rm.de
Kurzportraits:
Nina Westerholt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Niederrhein und beschäftigt sich im Rahmen ihrer Dissertation aus einer kolonialkritischen Perspektive mit Wissensverständnissen und ihrer Bedeutung für Internationalität in Curricula von Studiengängen Sozialer Arbeit mit internationalem Fokus. Sie hat vielfältige internationale Erfahrung u.a. in Aoteaora Neuseeland, Fidschi, Australien und Schweden sammeln können.
Esther Kronsbein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule RheinMain und hat sich in ihrer Dissertation mit den Auswirkungen der Globalisierung auf die alltäglichen, z.T. solidarisch organisierten, wirtschaftlichen Aktivitäten in einer ländlichen Region Ugandas beschäftigt. Sie bringt einen machtkritisch, postkolonial, intersektional orientierten Blick mit sowie internationale Erfahrung, v.a. in Uganda und Ruanda.