Fachgruppe „netzwerkAGsozialarbeit“

Das Netzwerk wurde im Jahre 2018 im Rahmen der ersten Vorkonferenz der DGSA für Promovierende und Promotionsinteressierte der Sozialen Arbeit in Hamburg gegründet. Seither sind vielfältige Aktivitäten zur Sichtbarmachung, Vernetzung und Diskussion des wissenschaftlichen „Nachwuchses“ bzw. der non-professoralen Wissenschaft in der Soziale Arbeit entstanden. Unser Anliegen war und ist es, einen institutionell abgesicherten und anerkannten Raum zu schaffen, in dem sich die Mitglieder über gemeinsame Anliegen austauschen können.

Seit Mai 2021 ist das Netzwerk offiziell als Fachgruppe Teil der DGSA. 

Die bisherigen Aktivitäten des Netzwerkes und seine Beteiligung an Debatten zeigen deutlich, dass die Lebens-, Arbeits- und Promotions- wie Post-Doc-Bedingungen (Mittelbau) innerhalb der Sozialen Arbeit ebenso vielfältig sind, wie auch die Zusammensetzung der Mitglieder innerhalb des Netzwerkes selbst. Eine Plattform für den wissenschaftlichen „Nachwuchs“ innerhalb der Sozialen Arbeit muss dieser Heterogenität aufgeschlossen begegnen. Dementsprechend richtet sich die Plattform an alle, die sich der Sozialen Arbeit wissenschaftlich verbunden fühlen und innerhalb der Fachgesellschaft aktiv werden möchten. Dabei sind nicht nur Personen in der Qualifikationsphase angesprochen, sondern auch Lehrbeauftragte sowie Lehrkräfte für besondere Aufgaben, nicht promovierenden wissenschaftliche Mitarbeitende und Praktiker:innen. Gleichsam bleibt die Qualifikationsphase für das Netzwerk ein besonderes Anliegen. Daher blicken wir nicht nur, aber besonders auf die Entwicklungen an den Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Wir freuen uns über neue Mitglieder und Kooperationen. 

Dazu gibt es folgende Links:

Mailingliste: https://mailman.rrz.uni-hamburg.de/mailman/listinfo/vernetzungs.ag.soziale.arbeit.ew     

Über aktuelle Entwicklungen kann mensch sich via einer Mailingliste auf dem Laufenden halten. Über den Verteiler kann jede:r auch eigene Infos verschicken. 

 

Pad: https://pad.riseup.net/p/u3fW1rBpB7cVkMq5Qcpv-keep

Auf einem Pad sammeln wir Themen und Ideen, die wir in der Fachgruppe bearbeiten wollen. Interessierte Mitstreiter:innen sind eingeladen, dort ihre Ideen einzutragen.

Aktuelles

Tagungsbericht zum JuWiSozA-Netzwerktreffen & netzwerkübergreifenden Treffen vom 6.-7.9.2021 an der HAW Hamburg & hybrid 

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Unter dem Titel „Partizipation und Bildung(sbedingungen) an Hochschulen und Universitäten. Zu den aktuellen Herausforderungen für (junge und non-professorale) Wissenschaftler*innen (Erziehungswissenschaften, Bildungswissenschaften, Soziale Arbeit)“ trafen sich am Montag, den 06. September, sowie Dienstag, den 07. September mit insgesamt 25 Personen in einem hybriden Format an der HAW Hamburg und im Digitalen, um die (Arbeits-)Bedingungen im Bildungsraum Hochschule netzwerkübergreifend zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde von Fabian Fritz, M. A. (HAW Hamburg), Dr.*in Lisa Janotta (TU Dresden) und Sarah Schirmer, M. A. (Universität Siegen) gemeinsam als Austauschformat für verschiedene Netzwerke, Gruppen und Bewegungen organisiert. Zu den einladenden Netzwerken zählten JuWiSozA (Junge Wissenschaft der Sozialen Arbeit), die Fachgruppe „netzwerkAGsozialarbeit“ (Die non-professorale Wissenschaft in der DGSA), Jens* von P sowie das Junge Netzwerk Medienpädagogik (DGfE). Zudem beteiligte sich Franziska Lessky aus dem Netzwerk der Emerging Researchers in der österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB).

Themenschwerpunkt: Partizipative Forschung

Nach der Begrüßung durch das Organisator*innenteam wurde die Veranstaltung mit einem Themenschwerpunkt und im Rahmen eines Fachvortrags zum Thema „Partizipative Forschung“ eröffnet. Als Referentin konnte Prof.*in Dr.*in Elisabeth Richter gewonnen werden, welche zunächst in den aktuellen Diskurs um partizipative Forschung in der Sozialen Arbeit einführte und hierbei insbesondere den Anspruch des Forschungsstils im Kontext von Demokratiebildung und demokratischer Partizipation erörterte. Anschließend stellte sie die Handlungspausenforschung[1] anhand ihres Forschungsprojekts[2] »Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen« vor. Im Rahmen dieses Ansatzes und entlang des Prinzips der Einheit von Demokratie leben und somit erfahrbar lernen würden Kinder von Geburt an als eigenständige Akteur*innen in Forschung verstanden und adressiert. Partizipative Forschung untersuche Bildungsprozesse und sei zugleich ein wechselseitiger Bildungsprozess, in welchem Meinungsvielfalt respektiert, dialogische Aushandlungen initiiert und letztlich demokratische Entscheidungen getroffen werden.

Bereits während des Vortrags wie auch in der anschließenden Diskussion wurden demokratietheoretische Bezüge, forschungsmethodologische und -methodische Fragestellungen wie auch Rückbezüge zu den Arbeitsbedingungen von Forschenden jenseits unbefristeter Professuren, d. h. in oftmals prekären Verhältnissen stehender Forschung, diskutiert. Eine starke Debatte zeichnete sich um die Verbindung von partizipativer Forschung und der Verortung als genuin sozialpädagogischer Forschungsmethode ab, so kreisten Suchbewegungen um die Fragen, ob sozialpädagogische Forschung immer einer Transformation des Sozialen respektive einer Idee von sozialer Gerechtigkeit und Demokratie verpflichtet sein sollte oder ob partizipative Forschung, insofern in ihr Anteile von Empowerment, Befähigung, Bildung usw. enthalten sind, sich selbst als ein sozialpädagogisches Prozessgeschehen konstituiert. Kritisch angefragt wurde hierbei, ob der normative Anspruch, Veränderungen oder gar Verbesserungen anzustoßen, nicht selbst neue Hierarchiegefälle inne trägt und ob der Unterschied zwischen sozialpädagogischer Praxis und Forschung nicht wesentlich für die Gewinnung neuen Wissens und der Beibehaltung einer kritischen Distanz sei. So bestünde mitunter die Gefahr der Vereinnahmungen und Instrumentalisierung partizipativer Forschung im Kontext neoliberaler gesellschaftlicher Entwicklungen. Orte und Formate des Wissenschafts-Praxis-Transfers seien wichtig, genauso benötige es exklusive, disziplinäre Orte, in denen Raum für theoriegenerierende Forschung wie auch für theoretische Auseinandersetzungen um Professionalität und Reflexivität in der Sozialen Arbeit gegeben seien.

Neben diesen grundsätzlichen theoretischen und methodologischen Anfragen an den Ansatz wurden auch eher praktische und/oder strukturelle Probleme diskutiert. Insofern die Partizipation der Beforschten in die Forschung nun als neue Anforderungen an Wissenschaftler*innen gerichtet wird, stellen sich die Fragen, 

  • ob und inwieweit Forschende diesem Anspruch in Qualifizierungsverfahren gerecht werden können?
  • ob und wie sich partizipative Forschung nachhaltig im Rahmen von befristeten Stellen umsetzen und finanzieren lässt?
  • wie sich bspw. die unterschiedlichen Bearbeitungsgeschwindigkeiten zwischen Forschung und Praxis vereinbaren lassen? 
  • wie es gelingen kann, partizipative Forschungsprojekte durch Genehmigungsverfahren von Ethikkommissionen legitimeren zu lassen?

Im Anschluss an diesen Bericht wurde diskutiert, ob es sinnvoll ist, eine eigene Stellungnahme zu formulieren und damit an die Öffentlichkeit und/oder die Fachgesellschaften zu treten.

 World Café (zweiter Tag)

Am zweiten Tag lag der Fokus auf dem Dialog zwischen den Netzwerken mit Blick auf Arbeits- und Bildungsbedingungen im Raum von Hochschule, Forschung und Wissenschaft. Nach einer kurzen Selbstvorstellung der beteiligten Netzwerke und Gruppen wurden im Rahmen der Methode des World Cafés zwei Diskurslinien als besonders diskussionswürdig erachtet: Einerseits die stärker sozialwissenschaftliche Fokussierung auf Prozesse der Adressierung, Subjektivierung und Positionierungen, denen Wissenschaftler*innen jenseits von unbefristeten Professuren ausgesetzt sind und denen sie sich selbst aussetzen, andererseits die eher bildungs- und erziehungswissenschaftliche Diskussion um Bildungsprozesse innerhalb von Wissenschaft und Forschung. Für beide Fokusse wurden Gesprächstische eingerichtet, an denen in unterschiedlichen Konstellationen diskutiert werden konnte.

Am Tisch „Bildung, Hochschule und Forschung“ wurde diskutiert, ob Bildung eine kritische Leitkategorie für die Hochschule sein kann. Hierbei haben wir zwei Pole ausgelotet. Kritisch wurde angemerkt, dass der Bildungsbegriff vor allem eine individualisierende Perspektive birgt, da Bildung stets das sich bildende Subjekt meint. Forschung hingegen müsse kollektiv gedacht werden als Debatte, Dialog und Öffentlichkeit. Außerdem sei der Begriff „Bildung“ in den Diskussionen zu Kompetenzerwerb und der Debatte um das Lebenslange Lernen zu einem Begriff verkommen, in dem heute zwangläufig Verwertungslogiken mitschwingen. Trotz allem schien der Begriff auch unumgänglich als eine Kritikfolie an Subjektivierungsprozessen, die innerhalb von Wettbewerbs- und Verwertungslogiken stattfinden: Debattiert wurde, ob wir nicht an einem starken emanzipatorischen Bildungsbegriff festhalten müssen, um Kritik am Status Quo begründen zu können.

Am Tisch „Adressierungen, Subjektivierungen, Positionierungen“ wurde zuerst diskutiert, wie die non-professorale Wissenschaft angesprochen wird. Dabei wurde das Spannungsfeld zwischen notwendiger Qualifikation als Forschende mit dem damit verbundenen Vorbehalten und der enorme Verantwortungsübergabe im Bereich Lehre und Verwaltung herausgestellt. Zentral war die Frage nach Qualifikation in Personalführung und Didaktik, die oftmals zu kurz kommen. Anschließend wurde das Wording während der Qualifikation besprochen und festgestellt, dass die Verwendung von familienanalogen Formulierungen wie Doktorvater oder –mutter auch gewisse Abhängigkeiten herstellt. Daher fordert der Tisch, Strukturen und Abhängigkeiten während der Qualifikationen klar zu benennen und Vorbehalte gegen den „Nachwuchs“ immer klar zu begründen. Als eigenen Beitrag stellten die Teilnehmer*innen die Mitarbeit in Netzwerken und Bündnissen als wichtigstes Mittel heraus. Dort können Schutzräume geschaffen, Strukturen verändert und kollegiales Arbeiten in der eigene Statusgruppe stattfinden. 

Die letzten Stunden wurden für weitere Absprachen und gemeinsame Projekte genutzt. Es hat sich eine Gruppe gebildet, welche zeitnah eine eher kürzere politische Stellungnahme verfasst. Zudem haben sich Netzwerker*innen für die Erstellung eines wissenschaftlichen Beitrags zusammengefunden, der sich aus bildungs- und gesellschaftstheoretischen Perspektiven mit der Prekarität in der Wissenschaft auseinander setzen soll. 

[1] Richter, Helmut/Coelen, Thomas W./Mohr, Elisabeth/Peters, Lutz (2003): Handlungspausenforschung - Sozialforschung als Bildungsprozess. Aus der Not der Reflexivität eine Tugend machen. (Online-Version: https://www.bildung.uni-siegen.de/mitarbeiter/t_coelen/pdf/handlungspausenforschung.pdf). In: Otto, Hans-Uwe/Oelerich, Gertrud/Micheel, Heinz-Günter (Hrsg.): Empirische Forschung und Soziale Arbeit.[2] Richter, E. (2020). Handlungspausenforschung im Prozess: Partizipative Forschung am Beispiel des Forschungsprojekt »Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen«. In F. Eßer, C. Schär, S. Schnurr & W. Schröer (Hrsg.): Partizipative Forschung in der Sozialen Arbeit. Zur Gewährleistung demokratischer Teilhabe an Forschungsprozessen. neue praxis Sonderheft 16, 63–75.

Beitrag in der Sozialen Arbeit DZI und auf dem DGSA Blog

Eine frei zugängliche Vorstellung unserer Fachgruppe findet sich nun auf dem DGSA Blog.

Eine ausführliche Auseinandersetzung zur Notwendigkeit und der Genese der Fachgruppe haben wir im Heft 9 der Sozialen Arbeit unter dem Titel "#IchBinHanna - #WirSindNetzwerk. Theoretische und empirische Rahmungen zur Selbstorganisation der nonprofessoralen Wissenschaft Sozialer Arbeit" veröffentlicht. 

Konstituierende Sitzung

#netzwerkAGsozialearbeit  

Liebe Kolleg:innen,

 die Terminfindung hat ergeben, dass wir uns zur konstituierenden Sitzung der Fachgruppe „netzwerkAGsozialarbeit“ in der DGSA am 19.07.2021 um 18 Uhr bis ca. 20 Uhr online in Zoom treffen.

Anbei möchten wir euch die Tagesordnung und die Zugangsdaten schicken. Wer für einen Posten als Sprecher:in kandieren möchte (muss Mitglied der DGSA sein) oder dazu Fragen hat, meldet sich bitte bis zum 13.07.2021 bei Nora Sellner:

n.sellner(at)katho-nrw.de


Wir freuen uns auf eure Teilnahme.

Liebe Grüße

i.A. Fabian Fritz Nora Sellner, Tilman Kallenbach, Nils Klevermann und Fabian Fritz

#netzwerkAGsozialearbeit

Tagesordnung: 

1.  Begrüßung & Input zur Gründung der Fachgruppe

2.  Vorstellungsrunde & Schwerpunktfindung

3.  Abstimmung der Geschäftsordnung der Fachgruppe

4.  Wahl der Sprecher:innen der Fachgruppe

5.  Offene Runde: 

  • Kommunikation der Fachgruppe,
  • Struktur und Arbeitsgruppen Fachgruppe,
  • Vorbereitung des Netzwerktreffen im September
  • Infos zu aktuellen Debatten und Veröffentlichungen (#ichbinhanna, DZI-Artikel, Blog-Beitrag etc.)

Einladung zur Doppelveranstaltung: Jährliches ganztägiges JuWiSozA-Netzwerktreffen & Netzwerkübergreifendes Treffen; (6.-7.9.2021, HAW Hamburg & hybrid)

Partizipation und Bildung(sbedingungen) an Hochschulen und Universitäten. Zu den aktuellen Herausforderungen für (junge und non-professorale) Wissenschaftler*innen (Erziehungswissenschaften, Bildungswissenschaften, Soziale Arbeit)[1]

Einladende Netzwerke: 

·       JuWiSozA - Junge Wissenschaft der Sozialen Arbeit in der DGfE

·       Fachgruppe „netzwerkAGsozialarbeit“ – Die non-professorale Wissenschaft in der DGSA

·       Jens* von P.

·       Junges Netzwerk Medienpädagogik in der DGfE  

 

Die wissenschaftlichen Arbeitsbedingungen stellen viele junge Wissenschaftler*innen vor Herausforderungen: Die meisten Menschen arbeiten auf Teilzeitstellen, de facto aber oft in Vollzeit; Care-Arbeit aber auch physische und psychische Krankheiten haben kaum bis keinen Platz im tickenden Uhrwerk des WissZeitVG; die allerwenigsten Verträge oder Kontinuitäten an einem Beschäftigungsort entsprechen der eigentlich benötigten Zeit einer Dissertation oder Habilitation. Was bedeutet es, wenn Wissenschaftler*innen keine langfristigen Beschäftigungsperspektiven haben, wenn wir auf die Qualität von Bildungsräumen und Bildungsprozessen schauen?

Hochschulen und Universitäten sind nicht nur Räume der Wissen(schaft-)sprodkution und gelebter Demokratie, sie sind auch Räume der (Erwachsenen-)Bildung. Wissenschaftler*innen der genannten Teildisziplinen sind – qua Tätigkeitsbeschreibung – recht geübt darin, die Bildungsbedingungen von Schüler*innen, die Bildungs- und Lebensbedingungen von Adressat*innen der Sozialen Arbeit und die Meritokratie im Kontext sicherer Aufenthaltsperspektiven für Non-Cititzens zu reflektieren.

Dabei werden die Bedingungen, um diese (fachlichen) Fähigkeiten des Beobachtens und Kritisierens auszubilden, wenig reflektiert. Wenn Hochschulen als Orte der Bildung verstanden werden, in welchen Wissenschaftler*innen einen eigenen Bildungsprozess vollziehen und auch Studierende zu ebensolchen anregen sollen, dann müssen die Bedingungen dafür in den Blick genommen werden. Dabei sind sowohl der Zugang zum Bildungsraum Hochschule als auch die Arbeitsbedingungen zu betrachten: Eine Wissenschaftskarriere beginnt mit dem Zugang zu einer Hochschule. Ist dieser gelungen, hängt der Bildungsprozess als Student*in u.a. vom wissenschaftlichen Mittelbau ab. Die Bildungsprozesse der Mitarbeiter*innen im wissenschaftlichen Mittelbau hängen wiederum von ihren eigenen Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen ab. Die Situationen von Studierenden und non-professoralen Mitarbeiter*innen sollten daher zusammen gedacht werden.

Das diesjährige „ganztägige Netzwerktreffen der Jungen Wissenschaft in der Sozialen Arbeit“ wollen wir so anlegen, dass die (Arbeits-)Bedingungen im Bildungsraum Hochschule netzwerkübergreifend diskutiert werden können. Auf dieser Tagung von ‚Nachwuchs‘organisationen unterschiedlicher Teildisziplinen (siehe Fußnote 1) wollen wir nach dem Bildungsraum Hochschule/Universität fragen. Was machen unsere Arbeitsbedingungen mit unseren Qualifikationsprojekten, Forschung jenseits von Qualifikationsprojekten, mit unserer Lehre und mit den Chancen auf gelebte (Hochschul)Demokratie? Welche Rahmenbedingungen brauchen die Räume der hochschulisch-universitären (Erwachsenen-)Bildung, um nachhaltige, demokratische und ressourcenorientierte Debatten und Entwicklungsprozesse zu ermöglichen?

Am ersten Tag möchten wir mit einem Vortrag von Prof*in Dr. Elisabeth Richter zu partizipativer Forschung beginnen. Partizipative Forschung soll als Stil und als Methode im Horizont von Demokratie und Bildung diskutiert werden. Dieser Input eröffnet neben der Methodenbildung auch einen Denkraum für die Auseinandersetzung mit den skizzierten Bedingungen im Bildungsraum Hochschule/Universität und den darin eingelassenen Partizipationsmöglichkeiten, welchen wir uns am zweiten Tag widmen (Ablauf des Treffens sowie Abstract zum Vortrag, siehe unten).

Im Zuge der Organisation haben wir überlegt, den jeweiligen Netzwerken auch einen Raum zu schaffen, um die jeweils Netzwerk-spezifischen Themen zu diskutieren oder ein geplantes Netzwerktreffen abzuhalten. Dafür wird am ersten Tag Zeit und (bei Bedarf auch physisch in den Räumlichkeiten der HAW Hamburg) Raum sein. Im Anschluss daran planen wir einen Kneipenabend.

Am zweiten Tag wollen wir uns als Netzwerke besser kennenlernen. Es wird Zeit geben, dass sich die Netzwerke und die individuell teilnehmenden Kolleg*innen vorstellen. Daran anschließend wollen wir im Format des „World Café“ in einen Austausch über unsere Beobachtungen zum und Wünsche an den Bildungsraum Hochschule/Universität kommen.

Wir freuen uns, mit Euch & Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Das Organisator*innenteam:

Fabian Fritz, M.A. (Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg)

Dr*in Lisa Janotta (Technische Universität Dresden)

Sarah Schirmer, M.A. (Universität Siegen) 

 

 

[1] Dies soll keine abschließende Aufzählung sein, sondern inkludierend Wissenschaftler*innen im Bereich der Bildungs-, Erziehungs- und Sozialarbeitswissenschaften ansprechen, unabhängig davon, ob sie einer Universität oder Hochschule für angewandte Wissenschaften angehörig sind oder welcher disziplinären Traditionslinie sie folgen. Deshalb verwenden wir im Folgenden den breiten Begriff der „Wissenschaftler*innen“ und sprechen damit Kolleg*innen an, die sich von dieser inhaltlichen Ausrichtung angesprochen fühlen. 

 

Kontakt:

Nora Sellner

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW)

- Catholic University of Applied Sciences – 

Fachbereich Sozialwesen

Abteilung Köln

Wörthstr. 10

D-50668 Köln

E-Mail: n.sellner@katho-nrw.de oder sellner.nora@gmail.com 

 

Tilman Kallenbach

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Fakultät Humanwissenschaften

Lehrstuhl für Sozialpädagogik

Kapuzinerstraße 16

96047 Bamberg

E-Mail: tilman.kallenbach@uni-bamberg.de

 


Fabian Fritz

HAW Hamburg

Department Soziale Arbeit

Alexanderstr. 1

20099 Hamburg

E-Mail: f.fritz@haw-hamburg.de 

 

Dr. Nils Klevermann

Universität Siegen

Fakultät II, Erziehungswissenschaft · Psychologie

Adolf-Reichwein-Straße 2 a

57068 Siegen

E-Mail: nils.klevermann@uni-siegen.de